Vorwärts, immer weiter vorwärts

Zeitraum: Juli 2026 / Text: Katharina K. / Fotos: Katharina K.

Eine Seekajaktour zu Deutschlands einziger Hochseeinsel

Die Sonne scheint, die Möwen kreischen, Kegelrobben und Seehunde liegen genüsslich am Nordstrand Helgolands – da schmecken Backfisch und ein wohlverdientes Eis gleich doppelt gut. Wie Schön an einem Pausentag mal die Paddel liegen zu lassen, um sich auf dem Küstenrundweg der Hauptinsel die Beine zu vertreten und dabei einzigartige Vogelarten wie Basstölpel, Trottellummen und Tordalke zu bestaunen.

Am 11. Juli packten wir drei (Falk, Björn und Kathi) früh morgens unsere Zelte ein, um eineinhalb Stunden vor Hochwasser bei 3btf Nordwind von St. Peter-Böhl die knapp 30nm Querung nach Helgoland zu starten. Nachdem die Boote über den langen Sandstrand bis ans auflaufende Wasser gewuchtet worden waren, ging es los.

Zunächst den Tonnen folgend gab es bald nichts außer dem weiten Meer. Etwas unverhofft zog Seenebel auf, der uns über einen Großteil der Strecke begleitete. Umso größer war die Freude, endlich die Ansteuerungstonne „Steingrund“ sieben Seemeilen vor der Insel zu entdecken und kurz darauf auch Helgoland zu sichten.

Die neugierigen Blicke und ungläubigen Nachfragen der Badegäste machten uns einmal mehr bewusst, wie ungewöhnlich dieses Vorhaben war, für das wir ganze achteinhalb Stunden brauchten.

Zwei Tage später klingelte der Wecker erneut um 3:00 Uhr. Zeit aufzustehen, um noch vor Niedrigwasser aufs Wasser zu gehen. Diesmal wurden wir mit spiegelglatter See, einem herzallerliebsten Sonnenaufgang und vielen neugierig mitziehenden Kegelrobben belohnt. Der angekündigte leichte Gegenwind blieb größtenteils aus.

Als schließlich die Tonnen vor St. Peter-Böhl wieder auftauchten, konnten wir uns eine kleine Schwimmeinlage nicht verkneifen – immerhin war es fast geschafft und nur noch sieben Seemeilen bis zum Festland. Etwas unterschätzt hatten wir allerdings das schier endlos scheinende Zurückrollern über den langen Sandstrand bis zum Campingplatz bei praller Sonne. Umso schöner dort endlich unter die Dusche zu hüpfen und nach einer angemessenen Portion Snacks die Heimreise anzutreten.