Wildwasser-Sommerfahrt 2026 | Durance

Zeitraum: 18.07. - 01.08.2026 / Text: Jan K. / Fotos:

Wer? ca. 22 Personen aus KSC und Umfeld
Wo? Durance | Eygliers, Hautes-Alpes, Frankreich
Wann? 18.07. – 01.08.2026

FlussSchwierigkeit
Durance: L’Argentière-la-Bessée bis EmbrunII–III
GyrondeIII–IV
Unterer GuilII–III
Mittlerer GuilIII–IV
Guisane – WaldschluchtIV

Die Sommerfahrt

Die Sommerfahrten im KSC richten sich i.d.R. an alle Menschen, welche schon ihre ersten Erfahrungen auf dem bewegten Wasser gemacht haben und nun ein wenig mehr ausprobieren wollen. Die Durance ist hierfür ein schönes Gebiet, da diese auf relativ kompakten Raum eine gute Auswahl an Schwierigkeiten bietet, wodurch durch diverse Gruppen das parallele Befahren verschiedener Schwierigkeitsgrade parallel möglich ist. Ebenfalls gibt es preiswerte Campingplätze mit der Struktur für größere Gruppen.

Frankreich ist immer zum Paddeln eine Reise wert – Baguette, Eclairs, tolles Wetter und brillenlose Toiletten verschiedener couleur.

2026 wurde vor allem durch tiefe Wasserstände und einen kleinen Waldbrand bei L‘Agentière
geprägt. Während sich die Auswirkungen des Waldbrandes sehr in Grenzen gehalten haben,
konnte durch den Wasserstand nur eine kleine Anzahl an Flüssen gefahren werden, welche
zum Teil eher kratzig als platschig waren und ebenfalls drei Boote aufgerissen haben.

Durance:

Die Durance ist der Hauptfluss der Region, welcher ganzzeitig befahrbar gewesen ist. Befahren wurde der Teil ab der oberen Slalomstecke in L‘Agentière. In diesem Bereich befand sich in diesem Jahr der Waldbrand, wodurch ein See neben der Slalomstrecke zur Löschwassergewinnung für Hubschrauber verwendet worden ist. Dies kreisten über die Strecke zum Auffüllen Ihrer Bambi Buckets umher. Dies erinnerte ein wenig an ein Computerspiel der 90er-Jahre, in welchem der Entwickler noch unbedingt die letzten Polygone für Spezialeffekte nutzen wollte.


Von da aus geht es am Campingplatz vorbei bis zur unteren Slalomstrecke bei Saint Clément sur Durance. Diese bietet schöne Surfwellen und Walzen. Gefolgt wird diese von der Rabioux – eine Gefällestelle, welche mit einer wuchtigen Welle endet. Diese lädt zum Surfen ein.

Nach der Rabioux folgt der Abschnitt nach Embrun, welcher bei einem leicht höheren Schwierigkeitsgrad viele Spielstellen und eine schöne Landschaft bietet.

Unterer Guil:

Abseits der Durance wurde ebenfalls der Untere Guil gefahren, welcher von Guillestre durch eine malerische Schlucht in die Durance fließt. Durch den tiefen Wasserstand war dieser recht kratzig.

Mittlerer Guil:

Der mittlerer Guil ist ein Abschnitt gewesen, welcher eher durch fortgeschrittenere Paddler (sowohl ab Tunnel oder La Chapelue) bis zum Staudamm gefahren worden ist. Der Abschnitt ist nicht nur landschaftlich, sondern ebenfalls technisch sehr interessant. Bei tiefem Wasserstand zeichnet sich dieser Abschnitt vor allem durch eine recht präzisen Slalom um Steine und durch Katarakte aus, welche insbesondere bei hyperpräzisen Rock-Boofs durch scharfe Kanten auch mal das Boot kaputt machen (können).

Gyronde:

Die Gyronde unterscheidet sich etwas von den übrigen Flüssen der Region, da ihr Wasserstand stark vom Schmelzwasser der umliegenden Gletscher abhängt. Entsprechend verändert sich der Pegel im Tagesverlauf deutlich und der Fluss ist bei niedrigen Wasserständen häufig nur in einem relativ kurzen Zeitfenster sinnvoll befahrbar.

Ist ausreichend Wasser vorhanden, bietet die Gyronde auf vergleichsweise kurzer Strecke abwechslungsreiches und technisch interessantes Wildwasser. Der Charakter ist dabei deutlich kontinuierlicher als auf der Durance.

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